Weltfrauentag am 8.März!

Veröffentlicht am 4. März 2026 um 17:00

Alles Gute zum Frauentag!

Eine passende Gelegenheit, um über geschlechtsspezifische Unterschiede in Gesundheit und medizinischer Versorgung zu sprechen. Denn Krankheiten unterscheiden sich bei Frauen und Männern oft hinsichtlich Entstehung, Symptome und Verlauf. Doch diese Unterschiede wurden lange nicht berücksichtigt und z.B. Medikamente vorwiegend bei Männern geprüft und der männliche Körper als Norm in Forschung und Lehre gesehen. Manche Krankheiten, z.B. Autoimmunerkrankungen oder die Osteoporose treten bei Frauen deutlich häufiger auf, während z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen als typische "Männersache" gelten, aber eine Haupttodesursache auch bei Frauen sind. Beispiel Herzinfarkt: Bei Frauen wird ein Herzinfarkt eher übersehen, denn er äußert sich oft unspezifisch, als Schmerz in Kiefer und Rücken oder in Form von Magen-Darm- Beschwerden oder als plötzlicher Leistungsabfall. Heute wissen wir mehr über diese Unterschiede und die Forschung zu  Geschlechtsunterschieden nimmt Fahrt auf. 

In Deutschland betrug die Lebenserwartung von Frauen 2024 im Schnitt 83,5 Jahre und von Männern 78,9 Jahre. Zurückzuführen sei die Differenz von 4,6 Jahren unter anderem auf unterschiedliches Gesundheitsverhalten, erklärt das Statistische Bundesamt und nennt als Beispiele Tabakkonsum und Ernährung. Auch unterschiedliche Arbeitsbedingungen spielten eine Rolle. Kennen Sie die Klosterstudie von Marc Luy? Hier wurde die Lebenserwartung von Nonnen und Mönchen verglichen, also von Menschen, die meist viele Jahrzehnte unter sehr ähnlichen Lebensbedingungen leben. Dabei zeigte sich, dass Mönche im Mittel deutlich länger leben als ihre "weltlichen" Genossen und der Überlebensvorteil der Ordensfrauen gegenüber den Ordensmännern auf ca. ein Jahr schmolz.

Bei nahezu identischer Lebensweise der Geschlechter im Kloster schrumpfe die Differenz der Lebenserwartung also zusammen.